Punkt im Polygon
Zeichnen Sie ein Polygon auf der Karte, dann geben Sie Koordinaten ein, um zu prüfen, welche Punkte darin liegen.
Über dieses Tool
Das Punkt-im-Polygon-Tool prüft, ob eine Menge geografischer Punkte innerhalb oder außerhalb eines gezeichneten Polygons liegt. Verwendet in räumlichen Abfragen — zum Beispiel um zu ermitteln, welche Adressen in einer Lieferzone liegen, welche Sensoren sich in einem Untersuchungsgebiet befinden oder welche Vorfälle innerhalb einer Zuständigkeitsgrenze aufgetreten sind.
Eingabe
Zuerst ein durch Klicken auf die Karte gezeichnetes Polygon (mindestens 3 Eckpunkte; schließt sich automatisch, wenn der erste Eckpunkt erneut angeklickt wird). Dann ein oder mehrere Testpunkte, als Koordinaten eingegeben (ein Breiten-/Längenpaar pro Zeile) im Textfeld unter der Karte.
Ausgabe
Jeder Testpunkt wird als Innen oder Außen des Polygons klassifiziert. Die Ergebnisse werden als farbkodierte Marker auf der Karte (grün = innen, rot = außen) und als Tabelle mit Koordinaten und Klassifizierung jedes Punktes angezeigt. Die Tabelle kann in die Zwischenablage kopiert werden.
Schlüsselkonzepte
- Strahl-Casting-Algorithmus
- Ein horizontaler Strahl wird vom Testpunkt bis ins Unendliche projiziert. Die Anzahl der Male, die dieser Strahl die Polygongrenze kreuzt, bestimmt das Ergebnis: eine ungerade Anzahl bedeutet, dass der Punkt innerhalb des Polygons liegt; eine gerade Anzahl (einschließlich null) bedeutet, dass er außerhalb liegt. Dies ist ein O(n)-Algorithmus, wobei n die Anzahl der Polygonkanten ist. Grenzfälle — Punkte, die genau auf der Grenze liegen — werden als innen klassifiziert.
- Umlaufzahl
- Eine alternative Klassifizierungsmethode, die zählt, wie oft sich die Polygongrenze um den Testpunkt windet. Im Gegensatz zum Strahl-Casting behandelt die Umlaufzahl selbstschneidende Polygone korrekt. Eine Umlaufzahl ungleich null bedeutet, dass der Punkt innen liegt.
- Geometrischer Geltungsbereich
- Der Algorithmus arbeitet mit projizierten 2D-Koordinaten. Die Ergebnisse sind für Polygone bis zu einer Ausdehnung von etwa 500 km genau. Sehr große Polygone, die mehrere UTM-Zonen umspannen, können nahe ihren Rändern aufgrund von Effekten der sphärischen Projektion geringfügige Lageabweichungen zeigen.